Harvey Weinstein: Neue Vorwürfe zu Prozessbeginn

Bild von Harvey Weinstein

Die Augen der Welt waren am Montag (6. Januar) auf Harvey Weinstein gerichtet (67), als der Filmproduzent (‘Shakespeare in Love’) sich mühsam an einem Rollator in den New Yorker Gerichtssaal schleppte, in dem diverse schwere Anschuldigungen gegen ihn verhandelt werden sollen.

Ein Prozess nach dem anderen

Es ist der wohl mit am meisten Spannung erwartete Prozess des Jahres. Doch während der Filmmogul, dem unzählige sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden, darunter auch Vergewaltigung, dem Richter im Big Apple gegenüberstand, braute sich am anderen Ende des Landes ein weiterer Sturm für den Angeklagten zusammen. Bereits jetzt steht fest: Sollte der einstige König von Hollywood freigesprochen werden, muss er sich in einem weiteren Verfahren in Los Angeles erneut vor Gericht verantworten. Denn ausgerechnet am Tag des Prozessbeginns enthüllten die Strafverfolger an der Westküste, dass auch dort Anklage gegen den wohl bekanntesten mutmaßlichen Sextäter erhoben wurde.

Kann Harvey Weinsteins Fall unvoreingenommen verhandelt werden?

Das Timing könnte kaum schlechter sein für Harvey Weinstein, auch wenn die neuen Vorwürfe nicht in das Verfahren in New York einfließen. Die ‘New York Times’ zitiert einen Anwalt, der glaubt, dass eine zweite Front dennoch nicht ohne Folgen bleiben wird: “Es ist überall in den Nachrichten, wie soll die Jury das ignorieren?” Zwei Frauen, deren Namen nicht öffentlich genannt werden, werfen dem Filmproduzenten vor, sie unter anderem vergewaltigt und in einem Hotelzimmer missbraucht zu haben. “Er hat mich bei den Haaren gepackt und mich gezwungen, etwas zu tun, was ich nicht wollte”, wurde eines der Opfer schon 2017 von der ‘Los Angeles Times’ zitiert. “Anschließend schleppte er mich ins Bad und vergewaltigte mich.” Eines der vermeintlichen Opfer in Los Angeles soll in New York aussagen — es sieht nicht nicht gut aus für Harvey Weinstein.

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