Jan Ullrich: Kein Platz bei der Tour de France

Bild von Jan Ullrich

Ist Jan Ullrichs (48) Leben endlich wieder in der Spur? Diesen Eindruck gibt der ehemalige Radprofi seit Längerem. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist der Sportler mit seiner Freundin Elizabeth Napoles glücklich. Im März veröffentlichte ‘Bild’ Fotos der beiden auf dem gemeinsamen Hundespaziergang.

“Er machte einen hervorragenden Eindruck”

“Elizabeth und ich sind sehr glücklich miteinander. Wir genießen die gemeinsame Zeit, möchten jetzt erst mal ungestört die Zukunft planen”, bestätigte Jan, und auch ein ehemaliger sportlicher Weggefährte, der ihn seit langem kennt, hat einen guten Eindruck. Rudy Pevenage (68), einstiger sportlicher Leiter des Teams Telekom, für welches Jan 1997 den Sieg in der Tour de France einfuhr, erzählte dem ‘Stern’ jetzt: “Ich habe vor einigen Wochen mit Jan zu Abend gegessen in Merdingen. Er machte einen hervorragenden Eindruck, auch körperlich. Das Verhältnis zu seiner Ex-Ehefrau Sara hat sich entspannt, er sieht seine Kinder regelmäßig, alles bestens also.”

Jan Ullrich “glaubte an das Gute im Menschen”

Jan Ullrich hat die Zeiten der Drogen-Exzesse und des Alkohols hinter sich gelassen. In einem Podcast seines einstigen Rivalen Lance Armstrong (50) hatte er vor wenigen Monaten noch gestanden, er sei “fast tot” gewesen. Doch seine Fehlentscheidungen seien nicht immer seine Schuld gewesen, glaubt Pevenage. “Jan hat an das Gute im Menschen geglaubt. Er hat oft länger gebraucht, um zu kapieren, wer es ehrlich mit ihm meint und wer nicht. Er war manchmal naiv. Er war schnell überfordert von Alltagsdingen.”

Bei der Organisation der Tour de France, wo man sonst gern mal alte Helden ins Rahmenprogramm einbindet, will man die alten Zeiten am liebsten ganz vergessen. Schließlich war die Ära von Lance Armstrong und Jan Ullrich von Dopingskandalen überschattet. Daher wird es auch keinen Auftritt am Rande der am Freitag (1. Juli) startenden Tour geben, wie die Leitung mitteilen ließ: “Es ist nichts geplant.” Das dürfte Jan Ullrich vermutlich nicht allzusehr schmerzen.

Bild: Guido Kirchner/picture-alliance/Cover Images

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