Grün ist das neue Schwarz – Nachhaltige Modetrends von der Berlin Fashion Week

Maravillas-Bags-(002)_1Bio ist „en vogue“. Wir wollen wissen, wo unsere Produkte herkommen, was drin ist, wie sie produziert werden und von wem. Überall sprießen Bioläden wie Pilze aus dem Boden, vegan leben ist Trend. Es ist nur logisch, dass die Modewelt diesen Trend immer stärker aufgreift.

Mit den Schwerpunkten auf der sogenannten Eco-Fashion zeigte die vergangene Berlin Fashion Week vom 16. Bis 18. Januar 2018 zum wiederholten Male, dass es durchaus andere, „grünere“ Wege gibt, als die von den herkömmlichen Modeketten beschrittenen. Stoff und Leder sind bei weitem nicht die einzigen Materialien, aus denen sich stylische Mode machen lässt. Und ungewöhnliche Materialien setzen nicht nur in punkto Look ein Zeichen. Vor allem in Sachen Nachhaltigkeit sind die innovativen Kollektionen vieler Labels Beispiel dafür, dass Coolness da wartet, wo ausgetretene Modepfade verlassen werden.

Nicht immer jedoch sind diese neuen Lieblingsstücke für jedermann erschwinglich. Wem das nötige Kleingeld für diese modischen Statements fehlt, der kann online sein Glück ja mal im Book of dead casinos versuchen.

Steine zum Anziehen

Bei Schuhen aus Stein denken viele an die berüchtigten Betonschuhe aus Kinoklassikern wie „Der Pate“. Weitaus leichtfüßiger und stylischer kommen die Stein-Sneaker des innovativen Münchner Schuhlabels nat-2 um Designer Sebastian Thies daher. Für ihre Sneaker-Kollektion aus Stein haben sich nat-2 mit Roxxlyn aus Berlin zusammengetan, die exklusive Accessoires aus Naturstein herstellen. Schieferstein wird dazu in einem aufwendigen Verfahren weich, leicht und flexibel gemacht und in fairer Produktion in einer Familienmanufaktur in Italien zu echten Unikaten verarbeitet. Neben Stein verarbeitet das Label auch Holz, Mais, Kork und Glas zu Schuhen.

Clutch aus Ananas

Keine Sorge, statt der süßen – und klebrigen – Frucht landen in den Taschen des mallorquinischen Labels Maravillas Bags nur die Blätter der Ananaspflanze, ein Nebenprodukt der Ernte. Bevor aus den Blättern schicke Taschen werden, werden sie zunächst in Fasern zerlegt, aus denen eine Art Vliesstoff entsteht. Ebenso wie Leder ist der wasserabweisend, geschmeidig und reißfest. Die vegane und zusätzlich umweltfreundliche Alternative zu Leder nennt sich Piñatex.

T-Shirt-Prints durch Sonnenlicht

Wenn es um nachhaltige Mode geht, spielen neben den Materialien auch Herstellungsverfahren eine wichtige Rolle. Statt sie unter eine schwere Druckerpresse zu legen, lässt das portugiesische Label Light Factory seine T-Shirts Sonne tanken. Aus der Verbindung lichtempfindlicher ökologischer Farbe und Sonnenlicht entstehen auf natürliche Weise coole Prints. Das Slow Fashion-Label macht dabei nichts anderes als Fotos direkt auf Textilien zu entwickeln.

Bildrechte: ethicalfashionshowberlin.com, Maravillas Bags

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