Nivea & Thomas Leveritt zeigen die Folgen von UV-Strahlen

Künstler Thomas Leveritt ©  NIVEAKünstler Thomas Leveritt ist der Macher des Videos „How the sun sees you“. Mit diesem will er darauf aufmerksam machen wie wichtig Sonnenschutz ist und welche Folgen UV-Strahlen auf unsere Haut hat.

Dr. Frank Schwanke und Ralf Hagens, Forschung & Entwicklung Beiersdorf sagen das Video von Thomas Leveritt auf You Tube und waren begeistert von dem Künstler und der Idee. Wir tragen die beiden zum Interview.

Wie sind Sie in Kontakt mit Thomas gekommen?
Zunächst hat ihn einer unserer Mitarbeiter aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung per email kontaktiert und sich die Technik, die er in seinem Video verwendet, näher erklären lassen. Dann hat sich unser NIVEA Sun-Team direkt mit der Bitte um eine Kooperation an ihn gewandt.
Ihnen war Thomas’ Technik, die UV-Videografie, schon bekannt.

Für welchen Zweck nutzen Sie diese bei Beiersdorf?
Wir verwenden diese Methode bereits zur Sicht-barmachung von UV-Licht-induzierten Pigment-spots auf der Haut.

Wie funktioniert die UV-Videografie? Warum kann ein normales Foto nicht zeigen, was die UV-Bilder können?
Diese Art von Videografie erlaubt uns, den eigentlich nicht sichtbaren UV-Anteil im Sonnenlicht zu visualisieren. Sie zeigt zudem das Zusammenspiel von Haut und UV-Licht. Normalerweise ist dieser Teil des Lichtspektrums in regulären Kameras geblockt. Bei der UV-Videografie braucht man eine Spezialkamera mit einem Filter, die nur das UV-Licht abbildet. Die Kamera kann draußen an einem ganz normalen Sommertag verwendet werden aber auch drinnen mit speziellen UV-Lampen.

Was zeigen die UV-Bilder?
Die UV-Videografie verstärkt die Pigmentierung der Haut. Hellere Hautpartien scheinen extrem blass, während stärker pigmentierte Areale wesentlich dunkler erscheinen als im normalen Licht. Unregelmäßige Haut mit vielen Pigment-spots ist ein Zeichen für einen Sonnen-Schaden, der hauptsächlich an Stellen vorkommt, die verstärkt der Sonne ausgesetzt sind, wie Gesicht oder Händen.

Warum sieht ein Sonnenschutz-Produkt auf den UV-Bildern schwarz aus? Ist Lichtschutz mit einem höheren LSF dunkler als mit einem niedrigen?
Warum gibt es manche Lichtschutzprodukte, die nicht schwarz auf den Bildern aussehen?
Die meisten Sonnenschutz-Produkte schützen mit chemischen Filtern vor UV-Licht, indem sie die auftreffende Strahlung absorbieren. Darum erscheinen diese Filter dunkel oder sogar schwarz auf den UV-Bildern. Je höher der Lichtschutzfaktor in den Produkten desto mehr UV-Licht wird absorbiert – und umso dunkler erscheint das Ganze auf den Bildern. Physikalische Filter arbeiten anders. Sie reflektieren das UV-Licht wie ein Spiegel. Eine Haut, die hauptsächlich mit physikalischen Filtern geschützt ist, erscheint heller oder sogar weißlich gegenüber unbe-handelter Haut.

Wie funktioniert Lichtschutz? Warum ist es überhaupt so wichtig, ihn zu verwenden?
Lichtschutzprodukte helfen, die Haut vor der UV-Strahlung zu schützen. Chemische Filter absorbieren Licht einer bestimmten Wellenlänge und wandeln die Energie in Infrarot-Strahlung um. Physikalische Filter wie Titandioxid oder Zinkoxid streuen, reflektieren und absorbieren UV-Licht. Wir kombinieren verschiedene UV-Filter mit unter-schiedlichen Absorptionsstärken um den besten Schutz gegen das ganze Spektrum der potentiell gefährlichen Wellenlängen des Lichts zu bieten.

Wie entwickeln Sie ein Produkt mit einem Lichtschutzfaktor? Was sind die wichtigsten Schritte auf dem Weg dahin?
Moderne Sonnenschutzprodukte haben eine sehr komplexe Formulierung. Auf der einen Seite müssen Sie hohe Mengen von Lichtschutzfiltern enthalten, damit sie sicher vor UVA- und UVB-Strahlung schützen können. Andererseits müssen Sie Verbraucher-Wünschen nach einem schönen Hautgefühl, leichteren oder reichhaltigeren Texturen gerecht werden. Da bedarf es Expertenwissen, wie man diese erst einmal gegensätzlich scheinenden Anforderungen in eine stabile Formulierung integrieren muss, die einerseits hochwirksam ist und sich dennoch gut auf der Haut anfühlt. Unsere NIVEA Sun Pflegenden Sonnensprays beispielsweise kombinieren eine große Vielfalt von UV-Filtern mit effektiven Feuchtigkeitsspendern.
Andere Produkte enthalten nur flüssige UV-Filter, Öle, die sich besonders leicht verteilen lassen und sensorische Zusätze (?). Mit dem Ergebnis, dass die Produkte heute leichtere Texturen haben aber genauso gut, schnell und sicher schützen.

Was war die bisher größte Herausforderung für Sie bei der Entwicklung eines Sonnenschutz-Produktes?

Früher gab es nur Sonnencremes mit einem Lichtschutzfaktor von 2 bis maximal 6. Heute setzt die Mehrheit der Bevölkerung auf einen Lichtschutzfaktor 30. Und das Markt-Segment der Produkte mit LSF 50 oder 50+ ist momentan das am stärksten wachsende. Die ersten Sonnencremes enthielten nur UVB-Filter aber keinen Schutz vor der UVA-Strahlung. Heute muss der UVA-Filter mindestens ein Drittel des gesamten Lichtschutzfilters im Produkt ausmachen. Auch die Texturen haben sich enorm geändert. Die ersten Sonnenschutz-Produkte hatten eine sehr reichhaltige, dicke und milchige Konsistenz, waren schwierig aufzutragen und zogen nur schlecht in die Haut ein. Moderne Produkte wie die NIVEA Sun Pflegenden Sonnensprays und Lotions habe angenehme Texturen und fühlen sich auf der Haut leicht und nicht klebrig an.

Was war Ihrer Meinung nach die innovativste Entwicklung in Sachen Sonnenschutz?
Beiersdorf hat schon recht früh einen kombinierten UVA- & UVB-Schutz entwickelt. Diese Filter ebneten den Weg für die heute international anerkannte COLIPA-Methode, die mehr und mehr zum weltweiten Standard wird. Andere wichtige Meilensteine waren die Entwicklung von extrem anwenderfreundlichen Sonnen-Sprays und ultra-leichten Sonnen-Lotionen, die UV-Schutz noch einfacher und angenehmer machten. Eine der bahnbrechenden Innovationen von Beierdorf ist sicher auch NIVEA Sun Protect & Bronze, die effektiv schützt und gleichzeitig die Melanin-Synthese der Haut für eine schöne und langanhaltende Bräune stimuliert.

Werden Sie die UV-Videografie in Zukunft noch anders nutzen? Sind neue Techniken für Ihre Forschung hinzugekommen?
Die UV-Videografie steht noch ganz am Anfang. Im Moment werten wir ihr volles Potential noch aus.

Wo sehen Sie im Bereich des Sonnenschutzes zukünftige Trends? Wie lassen sich bereits existierende Produkte weiter verbessern?
Der Trend zu höheren Lichtschutzfaktoren ist ganz klar anhand von Marktzahlen zu belegen. Verbraucher sind heute viel vorsichtiger in Bezug auf mögliche Schäden der Haut durch die Sonne und nicht mehr so sorglos wie früher. Innovationen wird es sicher hauptsächlich in Bezug auf noch bessere Texturen, perfektere Sensorik und leichtere Anwendung der Produkte geben. Sonnenschutzprodukte werden einfach lieber genutzt, wenn sie leichte Formulierungen wie das NIVEA Sun Protect & Refresh Spray mit zusätzlichem Cooling-Effekt haben. Auf der anderen Seite verbessern wir laufend die Wasserfestigkeit unserer Produkte für Kinderhaut.

Wir möchten Eltern die Sicherheit geben, dass ihre Kinder stundenlang im Wasser spielen und plantschen können, ohne dass sie sich ständig über den Sonnenschutz Gedanken machen zu müssen. Ein weiterer spannender Forschungs-bereich sind Wirkstoffe, die den natürlichen Bräunungsprozess der Haut unterstützen. Denn Verbraucher möchten nun mal bestmöglich geschützt sein – und trotzdem eine natürliche schöne Bräune haben. Dafür enthält die von uns entwickelte Linie Protect & Bronze aktive Inhalts-stoffe, die die Melaninsynthese der Haut fördern, also das hauteigene Bräunungs- und Schutz-pigment.

Text und Bild: © NIVEA

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