Dieter Bohlen: Ärger mit Wladimir Klitschko nach Sanktionen-Kritik

Bild von Dieter Bohlen

Man kann Dieter Bohlen (68) wahrlich nicht nachsagen, dass er seine Ansichten gern für sich behält. Der Poptitan kommt meinungsstark daher und lässt dabei auch schon mal gern wichtige Details außer Acht. Das brachte ihm jetzt gewaltigen Ärger ein — unter anderem von Wladimir Klitschko (46).

Dieter Bohlen spricht von “Firlefanz”

Dieter Bohlen hatte schon Ende August auf einem Kongress gegen die Sanktionen gezetert, die nach Putins Überfall auf die Ukraine gegen Russland verhängt wurden. Da sprach er abfällig von “Firlefanz” und klagte, dass jetzt alle frieren müssten. Diese Woche machte ein Clip des Auftritts die Runde. Darin ist der Produzent und ‘DSDS’-Chefjuror zu hören, wie er sagt: “Wenn die diese Sanktionen nicht gemacht hätten und man hätte sich vernünftig an einen Tisch gesetzt, dann bräuchten die Leute diesen ganzen Firlefanz nicht machen. Jetzt müssen wir frieren, jetzt müssen wir dies und das. Das ist alles scheiße aus meiner Sicht.” Dass dem Krieg jahrelange verzweifelte diplomatische Bemühungen vorausgegangen waren, schien ihm entgangen zu sein, ebenso wie die Tatsache, dass Russland einen Angriffskrieg führt.

Wladimir Klitschko schlägt zurück

Dieter Bohlens Worte kamen daher auch nicht gut an, schon gar nicht bei Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko, der sich am Mittwochabend (12. Oktober) auf Twitter direkt an den Poptitan wandte. Er teilte eine herzzerreißende Botschaft, die die Situation in seinem Heimatland beschreibt, in der es unter anderem heißt: “Ich höre und lese hier, dass gerade in Deutschland immer wieder die Sanktionen gegen Russland infrage gestellt werden. Ist Dir, Dieter Bohlen, es egal, wenn bei uns Menschen sterben? Ist Dir egal, dass Putin unser Land zerstören will? Ist Dir egal, dass wir einen Genozid gegen alles Ukrainische erleben? Es war Russland, das die Ukraine angegriffen hat…Wie kann man auch nur darüber nachdenken, mit diesem Land Geschäfte machen zu wollen.” Ob sich Dieter Bohlen jetzt noch einmal bei Wladimir Klitschko meldet?

Bild: Henning Kaiser/picture-alliance/Cover Images

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