Bushido: Kommt ‘Sonny Black’ vom Index?

Bild von Bushido

Bushido (39) möchte nicht länger auf dem Index stehen.

Der Rapper (‘Papa’) ist zwar kein Neuling auf der Liste der indizierten Tonträger – seine Alben ‘Vom Bordstein bis zur Skyline’, ‘Electro Ghetto’ und ‘Sonny Black’ stehen auf dieser Liste -, doch das möchte er nun ändern. Sein Werk ‘Sonny Black’ von 2014 möchte er vom Index herunterbekommen, damit es wieder in den CD-Regalen der Musikhändler auftauchen darf. Eine Indizierung bedeutet nämlich nicht, dass das Album komplett verboten ist – es darf lediglich nicht mehr offen beworben oder an Minderjährige verkauft werden. Ein totales Verbot tritt erst bei einer Beschlagnahmung ein.

Vor dem Kölner Verwaltungsgericht war Bushido erst gescheitert, sein Album vom Index zu bekommen. Am kommenden Mittwoch [16. Mai] soll sich nun das Oberverwaltungsgericht in Münster mit der Sache befassen. Wie die ‘BZ’ berichtet, sieht sich Bushido in seiner Künstlerfreiheit eingeschränkt. Zwar teilt er auf ‘Sonny Black’ in alle Richtungen hart aus, seine Hörer könnten Musik und Realität jedoch unterscheiden, erklärte sein Anwalt im ersten Prozess. Zudem führen Bushido und seine Rechtsvertreter ein ganz anderes Argument auf. Bei einem Indizierungsprozess ist es normalerweise üblich, dass sich alle beteiligten Künstler zum Werk äußern können. Offenbar wurden ausgerechnet Kollegah (33, ‘Du bist Boss’) und Farid Bang (31, ‘Keine Träne’) jedoch nicht befragt. Die beiden waren zur Zeit der Veröffentlichung noch nicht im Streit mit Bushido, sind es jetzt allerdings. Ob sich die beiden nun also auf seine Seite schlagen würden, ist zu bezweifeln.

Für Bushido wäre eine Indexstreichung nichts Neues. 2015 erreichte er, dass sein gemeinsamer Song mit Shindy (29, ‘Roli’), ‘Stress ohne Grund’, vom Index gestrichen wurde. In dem Track griff Bushido unter anderem seinen Rapper-Kollegen Kay One (33, ‘Louis Louis’) und die Politikerin Claudia Roth (62) an. Grund war damals, dass die Künstlerfreiheit eingeschränkt worden war.

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